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ViVii

Folk, Pop / Schweden (Stockholm)
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Belle & Sebastian, Cocteau Twins, Lykke Li

Freestyle

Janglecore

" Wie eine Umarmung an einem warmen, diesigen Sommertag "

Eine Debütsingle aus Homerecordings und Einwegkameras zu kreieren, klingt wie ein Klischee, aber die Musik der schwedischen Band ViVii war noch nie berechenbar. Die Band selbst bezeichnet sich als „Musikprojekt mit Sitz in Stockholm” und besteht aus dem Ehepaar Emil und Caroline Jonsson sowie Anders Eckeborn, der auch produziert. Emil und Caroline, die sich als Kinder in einem Sommercamp kennengelernt haben, trafen Eckeborn nach verschiedenen Reisen nach New York und entlang der US-Ostküste. Ihre gemeinsame musikalische Sensibilität brachte sie schließlich zusammen und überzeugte sie, eine Band zu gründen.

 

Vinyl-Schallplatten aus den späten 80ern, Indie-Pop-Perlen, alte VHS-Kassetten und auch klassische Musik sind nur einige der Einflüsse des Trios, die alle zu verträumten, üppigen Klanglandschaften verwirbelt werden. Belle & Sebastian und Lykke Li sind offensichtliche Anhaltspunkte, ebenso wie die Dream-Pop-Größen Camera Obscura und Cocteau Twins. Zarte Melodien und süße Atmosphären lassen ihre Songs durch die Luft schweben – eine verschwommene, sinnliche Mischung. „Glitzernde Dream-Pop-Dekadenz”, schwärmte ein Review, und nach dem hochgelobten selbstbetitelten Debütalbum vom letzten Jahr ist die neue EP „Read Between” genauso wunderschön.

Schwelgerische Gitarren und zarte Drums geben dem Titeltrack eine sanfte Note, während die Gesangsharmonien und höhenreichen Gitarren von „Fool Alone” purer Jangle-Pop sind. Dieser Track handelt, in ihren eigenen Worten, von „einer Teenager-Liebe, die dich im Krankenhaus hält. Ein Rausch, aus dem du nicht herauskommst und auch nicht herauskommen willst”.

Bittersüß und doch innig. Wohltuend und doch ergreifend. Das sind ViVii – und warum sie so göttlich sind.

Bildnachweis: Rikkard Häggbom